Die wichtigsten Metalloxide

Einfluss von verschiedenen Metalloxiden auf die Färbung von Glasur (Boschetti-Maradi 2006, Abb. 18)

Fayencekeramik

Keramik mit Fayenceglasur (Boschetti-Maradi 2006, Abb. 22)

Glasierte Ware

Glasierte Ware (Endres 1993, Abb. 4)

Glasierte Ware

Die glasierte Keramik taucht laut archivalischen Quellen das erste Mal in eigener Herstellung 1284 in Süddeutschland auf. Zunächst waren die Gefäße mit grüner und gelber Glasur auf der Innenseite überzogen.

Die Glasur war zunächst nur praktischer Natur, da sie das Gefäß abdichtete. Zunächst tritt sie in Verbindung mit der oxidierend und reduzierend gebrannten Jüngeren Drehscheibenware auf.

Am häufigsten treten die Bleiglasur und die Fayenceglasur auf, auch Engobe kann auftreten. Mit Hilfe des Flussmittels wurde ein Auftragen der Glasur möglich

Schwierig gestaltet sich die Zuordnung der verschiedenen Varianten der glasierten Keramik, da die Unterteilung dieser in der Literatur sehr unterschiedlich vorgenommen wird.

So wird z.B. die glasierte Ware anhand nicht greifbarer Kriterien völlig zur Hafnerware dazu gerechnet, oder die Glasur wird als Dekorelement gewertet.

Auf Grund dieser Problematik ist es schwierig die glasierte Keramk von anderen Warenarten, inbesondere Warenarten bei denen ebenfalls Glasur auftritt wie z.B. die neuzeitliche Irdenware, abzugrenzen.

Eine weitere Schwierigkeit ist die seltene Beachtung neuzeitlicher Funde, besonders der Keramik in der Forschung. Dies führt zu einer schlechten Publikationslage, aus dieser heraus ist es nachvollziehbar das Definitions- und weitere Schwierigkeiten bestehen.

Schwierig gestaltet sich daher auch die Zuordnung der Scherben zu einzelnen Produktionsorten und deren Werdegang von dort aus meistens ausgeschlossen ist, da das Verbreitungsgebiet und das Formenspektrum dermaßen Groß ist, dass eine nähere Unterscheidung beim aktuellen Forschungsstand nicht möglich ist.