Verbreitung Typ Kirchhausen

Abb. 1 Verbreitung Typ Kirchhausen (Schreg 1998, Abb. 211)

Verbreitung Typ Runder Berg

Abb. 2 Verbreitung Typ Runder Berg (Schreg 1998, Abb. 211)

Verbreitung Typ Jagstfeld

Abb. 3 Verbreitung Typ Jagstfeld (Schreg 1998, Abb. 211)

Typentafel Ältere gelbe

Abb. 4 Typentafel der Älteren gelben Drehscheibenware (Schreg 1998, Abb. 210)

Ältere gelbe Drehscheibenware

Der Begriff “ältere gelbtonige Drehscheibenware” wurde 1978 von B. Scholkmann eingeführt und löste den zehn Jahre zuvor eingeführten Begriff der “gelben oberrheinischen Drehscheibenware” von U. Lobbedey ab. Die Farbe der Warenart ist meist gelblich, oft auch orange oder rötlich, teilweise treten auch hellgraue Töne auf. Im Kern haben die Fragmente oft graue Farben. Als Magerungsmittel wird bevorzugt Quarzsand verwendet. Die Brennart ist Hell oxidierend.

Die Verbreitung ist je nach nach chronologischer Gruppe leicht unterschiedlich, im gesamten aber ganz Baden- Württemberg. In der frühen Phase wird diese Warenart auch noch linksrheinisch nachgewiesen.

Die älteste Phase ist der Typ "Kirchhausen". Dieser läuft vom späten 7. Jh. bis ins 9. Jh. und ist häufig verziert mit Stempelverzierungen oder mit Riefungen der Wandung. Der Typ "Kirchhausen" ist der einzige Typ dieser Warenart, der eine Verzierung aufweist. Dieser Typ ist zu erkennen an den waagrechten ausgebogenen, oft spitz ausgezogenen Rändern. Seine Verbreitung ist links und rechts des Oberrheins und im mittleren Neckarraum.

Der Typ "Runder Berg" ist die mittlere Phase der Warenart und geht vom 8. Jh. bis in die Mitte des 11. Jh. Er ist unverziert und weist verdickte, kantige und innen leicht gekehlte Schrägränder auf. Der Typ "Runder Berg" wird noch vereinzelt am Oberreihn angetroffen, das Verbreitungsgebiet verlagert sich aber deutlich in den Neckarraum.

Vom späten 10. Jh. bis zur Mitte des 11. Jhs. überschneidet sich der Typ "Runder Berg" mit dem Typ "Jagstfeld", dem jüngsten Typ der Warenart, welcher bis in die Mitte des 12. Jhds. reicht (Gross 2008). Der Typ "Jagstfeld" besitzt kantige, nach innen abgeschrägte, meist gekehlte Randlippen und kommt nur noch im mittleren Neckarraum vor. Im Oberrheinischen Gebiet taucht er nicht mehr auf.